Zweimal ein voller Konzertsaal, eine Bühne voller Percussioninstrumente und ein Publikum, das von der ersten Minute an begeistert war:
Die beiden Jahreskonzerte des Fachbereichs Percussion der Musikschule im Konzertsaal des FILUM waren ein rundum gelungenes musikalisches Wochenende.
Schon beim Betreten des Saales bot sich ein beeindruckendes Bild. Marimbas, Vibraphone, Pauken, Trommeln, Becken, Drumsets und zahlreiche weitere Schlaginstrumente füllten die Bühne – ein faszinierendes Panorama der Percussion-Welt. Wenn alle diese Instrumente gemeinsam erklingen, entsteht eine Klangvielfalt, die den ganzen Raum erfüllt und das Publikum unmittelbar mitreißt.
Die Schüler*innen der Klassen von Uwe Arlt, Anja Füsti, Daesik Lee und Felix Eckenfelder präsentierten an beiden Tagen ein abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Solo- und Ensemblebeiträgen. Mit großer Spielfreude, Präzision und musikalischem Feingefühl zeigten sie eindrucksvoll, wie vielseitig und spannend Percussion sein kann – von filigranen Marimbaklängen bis zu kraftvollen Drumset-Grooves.
Ein besonders emotionaler Moment des ersten Konzerts war eine gelungene Überraschung für Fachbereichsleiter Uwe Arlt. Zahlreiche ehemalige Schülerinnen und Schüler hatten sich zusammengefunden, um ein Stück aufzuführen – allerdings mit einer humorvollen Idee: Sie trugen Masken mit dem Gesicht ihres ehemaligen Lehrers. Das sorgte für große Heiterkeit im Saal und gleichzeitig für einen bewegenden Moment, der zeigte, wie sehr Uwe Arlt Generationen von Musiker*innen geprägt hat. Denn dieses Konzertwochenende war auch ein besonderer Moment für Ihn, da es die letzten Jahreskonzerte unter seiner Leitung waren. Sein unermüdlicher Einsatz, seine Begeisterung für die Welt der Percussion und seine Arbeit mit unzähligen Schüler*innen haben den Fachbereich über Jahrzehnte hinweg geprägt.
Ein weiterer Höhepunkt des zweiten Konzerts war das Werk „8“ von Elliot Cole, das von den Lehrkräften selbst aufgeführt wurde: Uwe Arlt, Felix Eckenfelder, Anja Füsti und Daesik Lee. Mit Streicherbögen auf den Schlaginstrumenten erzeugten sie eine außergewöhnliche, fast schwebende Klangatmosphäre. Die besonderen Spieltechniken ließen faszinierende Klangflächen entstehen und sorgten für einen eindrucksvollen Momente des Abends.
Die Programme beider Konzerte boten eine beeindruckende stilistische Bandbreite – von klassischen Percussionwerken über Jazz- und Poparrangements bis hin zum ersten Auftritt einer Percussion Marching Band sowie energiegeladenen Ensemble-Stücken. Auch ungewöhnliche Kombinationen, etwa Percussion mit Breakdance oder Rap-Gesang, sorgten für besondere musikalische Momente.
Mit über 60 beteiligten Schüler*innen war die Bühne zeitweise bis auf den letzten Platz gefüllt – ein beeindruckendes Bild und ein eindrucksvoller Beweis für die Lebendigkeit und Vielfalt des Percussion-Fachbereichs der Musikschule. Die Begeisterung auf der Bühne übertrug sich unmittelbar auf das Publikum, das beide Konzerte mit großem Applaus feierte.
So bleibt dieses Konzertwochenende nicht nur wegen der mitreißenden Musik in Erinnerung, sondern auch als ein besonderer Moment der Wertschätzung und des Dankes für Uwe Arlt, der über viele Jahre hinweg Generationen von jungen Musiker*innen begleitet und inspiriert hat.
Ein Wochenende voller Klang, Energie und Begeisterung – Percussion pur.