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Zurück aus Jamaika

Im Spätsommer 2018 hat mit einer Gruppe von Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal ein „music-workshop“ in den jamaikanischen „Blue Mountains“ stattgefunden. Nachdem ein interkultureller Festtag mit Konzertprogramm der Höhepunkt des letzten Jamaika- Projekts im Frühjahr 2018 war, ging es beim diesmaligen Projekt über Geröllpisten und durch Flussbetten in die Blue Mountains.

Sinn und Zweck der Exkursion war, Kindern aus sehr benachteiligten Verhältnissen eine kleine Auszeit in der Natur zu ermöglichen und ihnen einen „Extra-Input“ für die bevorstehende und entscheidende letzte Grundschulklasse zu geben. Bestehend aus Musikunterricht, Deutsch und ganz neuen spannenden Erfahrungen, die Lebensfreude und Selbstbewusstsein steigern und stärken sollten.

Die Stunden fanden unter einem riesigen Schatten spendenden Mangobaum statt sowie im Hof der kleinen Dorfschule. Jedenfalls überwiegend unter freiem Himmel und in Gesellschaft neugieriger Ziegen. Auch interessierte Dorfbewohner kamen dazu, die zuhörten und schließlich mit großer Begeisterung mitmachten. So entstand nebenher noch ein kleiner Dorfchor mit Mitgliedern zwischen fünf und 50 Jahren.

 

Ein echtes Highlight war ein Ausflug zu einem bekanntem Fluss der Region: Mit 12 großen und kleinen Dorfbewohneren und sechs Hunden ging es durch einen Pfad im Bambuswald zu einer atemberaubend schönen und wilden Flusslandschaft. Wer abenteuer-und kletterfreudig war, überwand sämtliche Hindernisse wie dichtes Gestrüpp und Felsblöcke und befand sich nach einiger Zeit an einem kleinen gestauten Flussabschnitt, wo man schwimmen und von Felsen in das glasklare Wasser springen konnte. 

 

Abends folgte nach dem fürsorglich zubereiteten Dinner noch etwas Deutschunterricht und das Erarbeiten von Liedtexten, Kreativität wie Tagebuchgestaltung, und schließlich die wohlverdiente Freizeit, die die Schüler und Schülerinnen mit Kindern aus dem Dorf verbrachten. Freundschaften wurden geschlossen und neue Einladungen ausgesprochen: „Please come back soon!“

Eine wunderschöne, spannende und bereichernde Erfahrung für alle Beteiligten!

Zurück im Schulalltag in Kingston:

„Mein Taxi fährt entlang einer mondänen Strandpromenade. Schon wenige Minuten später befindet man sich mitten in der Armut.“ Direkt angrenzend an die Gefängnismauer ist die Schule.

Mit dem neuen Schuljahr begann auch musikalisch neue Basisarbeit im Hinblick auf eine interkulturelle Veranstaltung, die für April 2019 vorgesehen ist. Jede der sechs Grundschulklassen hat ihr eigenes Thema und ihr Lied. Wo die Zeit fehlte, um Neues zu beginnen, wurden Lieblingslieder wiederholt, die bisher noch nicht zur Aufführung kamen.

Der „Hit“ der Projektphase war das „Lummerlandlied“, Thema der dritten Klasse. Alle Kinder lieben und identifizieren sich mit Jim Knopf. Schließlich ist Jamaica auch eine von türkisblauem Wasser umgebene Insel mit herrlichen Stränden und den hohen Bergen. Nur die Eisenbahn fehlt. Sie wurde aber in der blühenden Phantasie der Kinder mühelos ergänzt. Neben dem Lied ist eine eigene Flagge in Arbeit, die ebenfalls im Sommer 2019 vorgestellt wird. So viel können wir schon versprechen.

Ziele für die Zukunft:

  • Lehrkräfte vor Ort einbinden, damit sich ein funktionierendes Netzwerk vor Ort mit einheimischer Beteiligung bildet.
  • Lieferung von gesundem Gemüse und Obst direkt von einem Farmer, der das Projekt unterstützt.
  • Renovierung  und Neugestaltung der Räumlichkeiten.
  • Anschaffung wichtiger Musikinstrumente, einer Tafel und eines CD-Players.

Wir sind dankbar für jede Unterstützung des Projektes. Möchten Sie mehr über das Projekt erfahren, nehmen Sie gerne Kontakt mit unserer Lehrkraft Leonore Schirmer auf.

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